Die Wirtschaftslage spiegelt sich auch darin wider, wie sich die Zahl der Zu- und Abgänge von Beschäftigten in den Betrieben entwickelt. In guten konjunkturellen Jahren stellen Betriebe verstärkt Personal ein und Beschäftigte wechseln häufiger den Arbeitgeber.
Dies war insbesondere in den Jahren 2013 bis 2019 zu beobachten, bevor die Coronakrise in den Jahren 2020 und 2021 zu einem starken Einbruch bei den Personaleinstellungen führte. In diesem Zeitraum sank auch der Anteil der Betriebe mit Personalabgängen sowie der Anteil der Beschäftigten, die ihren Betrieb verließen.
Bis zum Jahr 2022 entspannte sich die Situation am Arbeitsmarkt wieder: Der Arbeitskräftebedarf der Betriebe erhöhte sich und erreichte nahezu das Vorkrisenniveau. Die darauffolgende wirtschaftliche Eintrübung führte jedoch 2023 zu einem erneuten Rückgang der Personaleinstellungen und -abgänge – was sich auch 2024 fortsetzte.
Der Rückgang der Personalfluktuation ist insofern problematisch, als dieser das Tempo der wirtschaftlichen Transformation tendenziell verzögert. Dadurch wird auch der erforderliche Personalaufbau in Branchen mit hohem Wachstumspotenzial gebremst.
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DOI: 10.48720/IAB.FOO.GA.20250401.01